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Wahlen sind öde

Machen wir uns alle doch nichts vor: Eigentlich bräuchte die Bundesversammlung am Mittwoch gar nicht zusammenkommen. Der einzig richtige Kandidat für den Posten ist und bleibt Christian W., Ministerpräsident von Niedersachsen. Die meisten Zeitungen, die ich so lese, stimmen mir da glücklicherweise zu. Zum Beispiel die NOZ:
Neue OZ hat geschrieben:Und Uganda betet für Christian Wulff - Angespannt und mit Wehmut auf "Abschiedstour"
[...]
Dort dürfte Wulff dann am Mittwoch auch seine letzte Amtshandlung als Ministerpräsident vollziehen: Er übergibt Landtagspräsident Hermann Dinkla seine Rücktrittserklärung als Regierungschef – falls die Gebete aus Uganda erhört werden und die Bundesversammlung richtig entscheidet.


Neue OZ hat geschrieben:Wulff: Nach der Sommertour ist vor der „Präsidententour"


Neue OZ hat geschrieben:"Ich will Anstöße geben": Wulff mit steigender Vorfreude auf Amt des Bundespräsidenten


Neue OZ hat geschrieben:Alter Leserbrief ist heute Gold wert

Ein alter Leserbrief macht späte Karriere. Knapp 100 Zeilen sind plötzlich mehr als nur ein Indiz. Die gedruckten Worte mutieren zu einem unwiderlegbaren Beweis. Tatort ist die "Neue Osnabrücker Zeitung" vom 24. Juli 1976, Seite 21, rechte Außenspalte. Das Corpus Delicti hat einen Namen: Menschenrechte. Der Verfasser präsentiert sich durch seine Gedanken auf der Leserbrief-Seite als aufrechter Demokrat, der hart mit dem SED-Unrechtsregime der DDR ins Gericht geht. [...]

Für den Autor, den amtierenden niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff, sind heute, im Juni 2010, diese Zeilen Gold wert, gleichzeitig aber auch später Lohn für langes, engagiertes, politisches Engagement, das die breite Öffentlichkeit eher achselzuckend zur Kenntnis nimmt. Auf dem Weg als möglicher Nachfolger des gescheiterten Bundespräsidenten Horst Köhler setzt Wulff damit einenkleinen, aber wichtigen kleinen Kontrapunkt zu seinem Konkurrenten Joachim Gauck, dessen Lebensweg mit dem Stempel "Stasi-Gegner" versehen ist.

"Warum liebt mich das Volk nicht?" Diese Frage beschäftigt den Beinahe-schon- Bundespräsidenten Wulff wohl mehr, als er es jemals zugeben wird.
[...]
Die Botschaft des alten Leserbriefs ist aber klar. Punkt eins: "Ich, Christian Wulff, habe schon damals den Finger gehoben." Punkt zwei: Das ostdeutsche Engagement eines Joachim Gauck gegen das DDR-Unrechtsregime findet im Westen eine gewisse Entsprechung in einem Mann namens Wulff.

Mit Fug und Recht weist der christdemokratische Bundespräsidentenkandidat auf diese Leserbriefepisode hin. [...]


Neue OZ hat geschrieben:Für Lingener Bürger ist Wulff der Favorit


Neue OZ hat geschrieben:"Da hat er keinen Bohei draus gemacht"

Oberstudienrat Günter Auding wusste es immer schon: "Christian, du machst alles zu früh!" Am Ernst-Moritz-Arndt-Gymnasium (EMA) war Auding Wulffs letzter Klassenlehrer, bevor das Kurssystem kam. Natürlich konnte er nicht ahnen, dass sein Schüler mit 50 Jahren jüngster Bundespräsident Deutschlands werden sollte.


Das war natürlich nur ein unvollständiger und nicht repräsentativer Zusammenschnitt. Insgesamt hat die NOZ in ihrem Online-Archiv über 100 Meldungen mit Christian W. seit seiner Kandidatenkür.

Außerdem gibt es natürlich auch zu Herrn G. viele Artikel.

Neue OZ hat geschrieben:Nach Unfall mit Gauck-Wagen: Radler auf Intensivstation


Neue OZ hat geschrieben:Wahlkampf im Netz
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Werbung mit T-Shirts, Fahnen, Teddybären – ausgerechnet der Kandidat von Rot-Grün,Joachim Gauck, der das Online-Netzwerk Facebook nach eigenem Bekunden noch nie geöffnet hat, schwimmt auf einer Welle der Sympathie.
[...]
Gauck steht bei den Surfern für Überparteilichkeit. Vor Übertreibung sei jedoch gewarnt: Eine digitale Massenbewegung à la US-Präsident Obama hat er nicht ausgelöst – aber hoffentlich doch Nachdenklichkeit bei den Parteien, ihren Machthunger zu zähmen.

SPD und Grüne sehen sich nicht am Pranger – sie haben dieses Mal einen Parteilosen auf den Schild gehoben. Das war klug. Nicht klug, ja schmählich ist es, den CDU-Kandidaten Wulff wegen seines jahrzehntelangen politischen Einsatzes herabzuwürdigen. Das ist eine Ohrfeige für alle, die dem Gemeinwohl dienen.


Neue OZ hat geschrieben:Gauck wirbt auch um Stimmen der Linkspartei


Neue OZ hat geschrieben:Gauck-Unterstützer: online top, offline ein Flop


Heute gab es auch noch ein Interview, aber das steht nicht online. Insgesamt gibt es etwa 60 Meldungen, die G. zum Inhalt haben. Man sollte natürlich nicht vergessen, dass Herr W. Ministerpräsident ist, das macht ihn für die NOZ doppelt wichtig.

Und gemessen an der Nordwestzeitung, die Herrn W. diese Woche bereits als "Bundespräsident" bezeichnet hat, sind das natürlich Kleinigkeiten...

Rangoo in Neuigkeiten
26.06.10, 11:56 Uhr

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kingbeats, 06.09.10, 05:16 Uhr

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